PIA care

Allein gestürzt – warum der Notrufknopf oft nicht reicht

Der Hausnotruf ist eine gute Erfindung. Er hat nur eine Voraussetzung, die im Ernstfall oft fehlt: Jemand muss ihn tragen und auslösen.

Was eine Studie dazu gefunden hat

Forschende der Universität Cambridge haben 110 Menschen im Alter von 91 bis 105 Jahren ein Jahr lang begleitet und jeden Sturz festgehalten (Fleming & Brayne, BMJ 2008).

Die Studie ist klein und betrifft sehr alte Menschen. Die Richtung ist trotzdem eindeutig: Ein Notruf, der gedrückt werden muss, hilft genau in dem Moment wenig, in dem es darauf ankommt.

Warum das in Deutschland viele betrifft

Ab 65 lebt gut jede dritte Person allein, ab 85 mehr als jede zweite – 34,4 % und 55,8 % im Jahr 2025 (Destatis, Mikrozensus). Und in Heimen ist nachts wenig Personal da: In einer Umfrage unter 814 Pflegekräften in der Langzeitpflege war fast jede fünfte (18,6 %) im letzten Nachtdienst für 80 oder mehr Menschen zuständig, 38,9 % waren ganz allein (DBfK, 2023).

Was daraus folgt

Hilfe darf nicht davon abhängen, dass die gestürzte Person selbst etwas tut. Genau da setzt PIA care an: ein Gerät im Raum, das nichts verlangt – kein Tragen, kein Drücken – und Pflegekräften oder Angehörigen Bescheid gibt, wenn jemand hilflos liegt oder der gewohnte Tagesablauf ausbleibt. Ohne Kamera und ohne Tonaufnahme.

Es ersetzt den Hausnotruf nicht, es ergänzt ihn: für die Fälle, in denen niemand mehr drücken kann.