PIA care

Ohne Kamera – PIA care

PIA care hängt dort, wo Menschen am wenigsten gesehen werden wollen: im Schlafzimmer und im Bad. Deshalb haben wir uns von Anfang an gegen eine Kamera entschieden. Das Gerät kann kein Bild aufnehmen, auf dem man jemanden erkennt, und es nimmt keinen Ton auf. Das liegt an den Sensoren selbst.

Was PIA care stattdessen misst

Ausgewertet wird im Gerät selbst. Einzeln sagt keiner dieser Werte viel. Zusammen sollen sie zeigen, ob jemand am Boden liegt und nicht wieder aufsteht.

So sieht das Wärmebild aus

Ein echtes Bild aus unserem Prototyp, 21. Oktober 2026, mittags. Die warmen Felder rechts sind ein Mensch, der am Schreibtisch sitzt. Mehr zeigt das Wärmebild nicht: wer es ist, was er anhat oder was er gerade tut, ist darauf nicht zu sehen.
Ein echtes Bild aus unserem Prototyp, 21. Oktober 2026, mittags. Die warmen Felder rechts sind ein Mensch, der am Schreibtisch sitzt. Mehr zeigt das Wärmebild nicht: wer es ist, was er anhat oder was er gerade tut, ist darauf nicht zu sehen.

Zum Vergleich: Ein einfaches Handyfoto hat mehrere Millionen Bildpunkte. Das Wärmebild von PIA care hat 64.

Der Unterschied zu Systemen mit Kamera

Es gibt Systeme, die mit Kamera und Nachtsicht arbeiten und die Bilder im Gerät auswerten. Viele davon speichern im Alltag keine Bilder, und das ist gut so. Die Kamera hängt trotzdem im Zimmer.

Systeme mit Kamera und NachtsichtPIA care
Was der Sensor siehtEin Bild des Raums, nachts mit Infrarotlicht64 Wärmewerte, kein erkennbarer Mensch
TonJe nach System Mikrofone, teils mit SpracherkennungNur der Schallpegel, keine Aufnahme
Worauf der Datenschutz beruhtAuf der Software und der Einstellung, dass keine Bilder gespeichert oder weitergegeben werdenAuf dem Sensor selbst: Ein Bild, das nie entsteht, kann auch niemand sehen
Bad und SchlafzimmerEine Kamera dort lehnen viele abKein Bild, auch nicht im Bad

Viele ältere Menschen lehnen Kameras im eigenen Zimmer ab (Scoping Review, 2025). Ein Gerät, das niemand im Zimmer haben will, hilft auch nicht.

Was das für wen heißt

Für Bewohnerinnen und Bewohner heißt das: Niemand schaut zu, beim Umziehen nicht, beim Waschen nicht, beim Schlafen nicht. Das eigene Zimmer bleibt privat.

Angehörige müssen den Eltern keine Kamera ins Zimmer hängen und sie erst dazu überreden. PIA care sagt Bescheid, wenn jemand Hilfe braucht, und sonst nichts.

Für Pflegeeinrichtungen gilt: Ohne Bilder und Tonaufnahmen ist das Gespräch mit Bewohnern, Angehörigen und Betreuern einfacher. Es gibt weniger, was geschützt werden muss.

Datenschutz

Die DSGVO verlangt, nur so viele Daten zu erheben, wie für den Zweck nötig sind (Art. 5), und den Datenschutz schon in der Technik anzulegen (Art. 25) (Text der DSGVO). Daran haben wir PIA care ausgerichtet: Was für eine Meldung an die Pflege nicht gebraucht wird, misst das Gerät gar nicht erst.

Wo wir stehen

Der Prototyp misst seit Oktober 2026 in einer Wohnung, Raum für Raum. Wie zuverlässig er meldet, zeigen wir, sobald wir es belegen können. Mehr unter Stand der Arbeit. Wer PIA care in seiner Einrichtung ausprobieren möchte: Mitmachen.